Dresden entdecken

"Es muss nicht die Karibik oder Mallorca sein" sagte ich mir und so stürzte ich mich in ein nationales Abenteuer.
Unter dem Motto "Dresden entdecken" machte ich mich im Sommerurlaub 2008 auf zur Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, die etwa 6 Zugstunden von meinem Heimatort entfernt liegt.
Mein Interesse weckte die Stadt besonders durch das ständige Hin und Her mit der Brücke am Waldschlösschen, wodurch Dresden letztlich das Weltkulturerbe verlor.
Lustig fand ich eine Unterhaltung im Zug, bei der ein Schweizer sinngemäß sagte.
"Wegen solch tropischen Flattervögeln geben die Idioten ihr Weltkulturerbe her…".
Diese Bezeichnung für Fledermäuse fand ich äußerst kreativ und lustig und versüßte meine bis dato eher langweilige Zugfahrt.

Im Hauptbahnhof Dresden angekommen musste ich mir nun erst einmal meinen Weg zum Hotel suchen. Was ich sofort bemerkte: Die Stadt lebt! Dutzende Menschen tummelten sich am Bahnhof oder an den Haltestellen der S-Bahnen.
Aus dem Bahnhof herausgefunden erblickte ich ein Schild, auf dem Stand "Prager Straße". Da klingelte es in meinen Ohren, denn meinen Recherchen vor Reiseantritt nach zu urteilen musste dies die große Einkaufsmeile von Dresden sein.
Und wie es der Zufall wollte, musste ich auf meinem Weg zum Hotel genau an dieser Meile vorbei.
Doch es kam noch besser, denn meine Unterkunft lag nicht nur in der Nähe sondern direkt auf der Prager Straße.

Dresden Schloss und Hausmannturm

Nachdem ich mein Zimmer bezogen und meinen Koffer ausgepackt hatte, konnte ich mich einfach nicht mehr halten: Ich gab mich meinem Shopping-Fieber hin.
Leider hatte ich nicht viel Bargeld einstecken und eine Filiale meiner Bank war auch nicht in der Nähe, sodass meine VISA Card erst einmal herhalten musste.
Nach etwa zwei Stunden war ich vorerst zufrieden und ausgerüstet für meine Entdeckungstouren in den nächsten Tagen.

Meine erste Aufmerksamkeit galt dieser bereits erwähnten, ominösen Brücke, die am Waldschlösschen gebaut werden sollte.
Wirklich viel zu sehen gab es da aber leider nicht.
Die Gelegenheit nutzte ich aber, um mir die Waldschlösschen-Brauerei sowie das wunderschöne Panorama Dresdens anzuschauen.
Danach ging es zurück in die Altstadt, wo es den richtigen Kulturschock gab: Von der Frauenkirche über die Semperoper bis hin zum Zwinger habe ich mir Alles bis ins kleinste Detail angeschaut - natürlich verteilt auf die restlichen vier Urlaubstage.

Ich kann sagen, dass ich bei diesem Urlaub in Dresden viel gelernt und gesehen habe.
Durch die recht rege Partyszene kam auch mein Abend-Vergnügen nicht zu kurz, sodass es rundum einer meiner schönsten Reisen gewesen ist.