Mit dem Wohnmobil durch Dänemark
Wenn es um den Jahresurlaub geht, haben mein Freund und ich schon von Beginn an unterschiedliche Ansichten.
Zwei Jahre stritten wir um das mögliche Reiseziel und blieben letztendlich zu Hause.
Weil wir das aber auch nicht wollten, einigten wir uns darauf, dass wir abwechselnd den Urlaub des jeweils anderen mitmachen. Letztes Jahr war ich mit einer Wellness-Reise nach Malta dran, sodass dieses Jahr mein Freund aussuchen undplanen durfte.
Leider wurde ich mit einer nicht allzu schönen Idee überrascht.
Wir mieteten uns ein Wohnmobil, um zehn Tage quer durch Dänemark zu touren. Die Route hat er sich genau ermittelt und so ging es an einem verregneten Donnerstagmorgen los.
Ich musste mich erst einmal an dieses fahrende Geschoss gewöhnen. Mein erster Gedanke: "Wer weiß, wer hier schon vorher drin gewohnt hat…".
Aber was soll's: Vereinbarung ist eben Vereinbarung. Ich schob all meine negativen Gedanken beiseite und konzentrierte mich nur noch auf die zehn freien Tage, die vor uns lagen.

Leider war nicht viel mit Erholung, denn Schatzi hatte seinen Zeitplan so eng geknüpft, dass wir kaum entspannen konnten.
Zudem waren wir nur auf Achse und abends damit beschäftigt, einen Stellplatz für unser mobiles Heim zu finden.
Allein diese Suche nahm teilweise mehrere Stunden ein. Ich muss zugeben: Ich war sehr oft sehr stark genervt. Zudem war es ein sehr teurer Urlaub.
Für jeden Stellplatz, für das Tanken sowie Verpflegung etc. reizten wir unser Limit auf der Kreditkarte ziemlich aus. Nun haben wir ja wieder ein Jahr zum Sparen.
Eines habe ich aber bereits jetzt klargestellt: Eine Reise im Wohnmobil mache ich nie wieder mit.
Vielleicht hatten wir ja einfach nur ein schlechtes Omen, doch wie sagt man so schön: Der erste Eindruck zählt.